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Die Matriarchatsforscherin Heide Göttner-Abendroth über die Spiritualität matriarchaler Kulturen:
„Der matriarchale Begriff von Göttlichkeit ist immanent, denn die gesamte Welt wird als weiblich betrachtet, und zwar als weiblich göttlich. Das belegen die alten Vorstellungen von der Göttin als Universum, die Schöpferin ist, und der Mutter Erde, die alles Lebendige hervorbringt. Deshalb besitzt alles Göttlichkeit, jede Frau und jeder Mann, der kleinste Stein und der größte Stern.“

Matriarchale Kulturen sind zutiefst spirituell und brauchen keinen Namen für die allumfassende Kraft des Weiblichen, denn Namen sind Festlegungen und beschreiben nur einen Teil des Ganzen. Matriarchale Spiritualität ist eine komplexe Weltsicht, die die Göttin als ordnende Kraft, als sich-selbst-offenbarende Weisheit in allen Menschen und in allen Dingen sieht.

SIE ist in ihrer Schöpfung allgegenwärtig und symbolisiert nicht nur das Leben -  SIE ist das Leben. SIE ist es, die aus sich selbst das Neue erschafft – SIE ist die Mutter.
Sie ist Raum, Zeit, Himmel, Erde, Ordnung, Weisheit – auch in uns selbst, in jeder Frau, in jedem Mann. 

Die Rückkehr dieser Art des Welterlebens erfordert in einer patriarchalen Gesellschaft einen Paradigmenwechsel.

„Die feministisch-matriarchale Göttinbewegung hat diesen Paradigmenwechsel schon seit Jahren eingeleitet, in dem sie die Idee des Göttlichen nicht verwarf, sondern ihre eigenen religiösen und spirituellen Erfahrungen und Bedürfnisse wieder entdeckte und mit ihnen eine neue Weltsicht“.
Christa Mulack

Zehn Jahre nach Ausrufung des Jahrtausends der Frau teilen und ehren wir auf diesem internationalen Zusammentreffen unsere Erfahrungen mit der politischen Dimension weiblicher Spiritualität. Wir stärken unsere Verbundenheit und bekräftigen unser Wirken als  - 
Junge, gerade jetzt geboren und aller Erfindungen fähig 
Mutter, die sich selbst enträtselt aus dem Netzwerk das euch trägt 
Alte, Greisin, die den Schlüssel hält und zu der alle Dinge zurückkehren.

Mein Ich ist Göttin
Ich erkenne mich nicht außer in Ihr
Denn ich bin Erde unter mir
Und Himmel über mir
Ich kenne das Helle
Ich kenne das Dunkle

-  die Sehnsucht schweigt  
-  die Sehnsucht spricht



Wir  - Die zukünftigen Ahninnen

 

 

Internationaler Goddess-Kongress 2010

 

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